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Interview mit Angelexperte Michael Deeg.



Hallo Herr Deeg. Vielen Dank, dass Sie sich kurz für unsere Fragen Zeit nehmen.

1. Seit wann Angeln Sie eigentlich?

- Man könnte fast sagen, das Angeln hat sich einfach so in meine Kindheit geschlichen... Ein Onkel und vor allem mein Großvater haben mich immer mal wieder mit ans Fischwasser genommen, außerdem durften ich und meine Freunde für Opas Angelkollegen an einem bestimmten Dorfweiher immer Köderfische fangen. Ich würde sagen, so etwa seit 25 Jahren, wenn man diese Anfänge mitrechnet.

2. Können Sie sich noch an ihren ersten Fang erinnern?

- Erster Hand-Fang: Ein Gründling. Erster Kinderkescher-Fang: Eine Elritze. Mit Schnurstück, Pose und Haken: Ein Rotauge. Erster (richtiger) Fang mit Rolle und Rute: Ein Pfunds-Barsch, mit Grundblei und Tauwurm erwischt. Meine ersten Fische nach dem Ablegen der Fischerprüfung waren zwei herrliche Aale mit jeweils 1,5 Pfund.

3. Was ist denn ihr Lieblingsrevier?

- Ich bin an und mit kleinen Donauzuflüssen am Rande der Schwäbischen Alb aufgewachsen, das hat mich geprägt. Deshalb mag ich kleine Fließgewässer der Äschen- oder Barbenregion mit Mischbesatz aus Salmoniden, Karpfenartigen, aber auch schon Raubfischen, sehr. Ich fische aber auch an Seen, Strömen, Kanälen und am und im Meer. Hauptsache: Wasser.

4. Wie sind Sie denn auf die Hemingway FUTURA gestoßen?

- Früher setzte ich praktisch ausschließlich auf die klassischen Monofilschnüre. Die geflochtene Hemingway Dyneema war die erste Geflochtene überhaupt, die ich - kurz nach ihrer Markteinführung - eingesetzt habe, und zwar zum schweren Naturköderfischen auf Hecht und beim leichten Welsangeln, später dann auch die 60er beim Wallerfischen mit starken Geschirr. Praktisch alle meine Angelkollegen hatten seinerzeit die Hemingway Dyneema im Einsatz. Fast könnte man sagen, die Schnur war ein regionaler Standard, den ich übernommen habe, als die Fischerei auf größere Raubfische für mich mehr und mehr interessant wurde. Da die DYNEEMA in Sachen Tragkraft, Knotenfestigkeit, Qualität, Farbechtheit usw. und auch in Sachen Preis absolut überzeugte, lag es natürlich nahe, auch die FUTURA zu fischen, als sie auf den Markt kam.

5. Wie würden Sie die Vorteile der Hemingway FUTURA einem Anglerkollegen erklären?

- Die FUTURA ist eine Hybridleine mit monofilem Erscheinungsbild, glatter Oberfläche, praktisch ohne Dehnung und mit der Stärke einer Geflochtenen. Der Aufbau ist, kurz gesagt: Innen multifil, außen Mono. Die Schnur ist geschmeidig, aber nicht zu weich, und harmoniert deswegen gut mit durchmesserstarken Weitwurfspulen. Sie hat im Gegensatz zu sehr vielen Flechtschnüren nur einen ganz leichten Auftrieb, und kann daher beim Ansitzangeln im Stillwasser auch gut abgesenkt werden, um sie der Oberflächen-Drift zu entziehen. Trotzdem lässt sie sich bei der Kontaktaufnahme schnell und gut durchstraffen oder auch vom Wasser abheben - sie saugt nicht, klebt also nicht am Grund. Der Anhieb kommt so auch auf Distanz knallhart an. Die glatte Oberfläche fängt absolut Null Dreck, man kann also auch mitten im Getreibsel in stillen Seebuchten oder bei Starkwasser an Flüssen fischen, wo die meisten Geflochtenen mit ihrer rauhen Oberfläche in Null-Komma-Nix zur Girlande werden. Der dicke Mono-Mantel schützt die Geflechtseele im Innern. Dadurch ist Schnur sehr abriebfest, und überlebt auch Stein-, Schrott und Muschel-Kontakte. Zudem ist sie konkurrenzlos günstig. Und Made in Germany. Am meisten setze ich sicher die Grüne ein, meist den Typ 15, - beim Deadbaiting auf Hecht, Zander und für´s Spinnen mit Kunstködern.

6. Was war Ihr bisher "schönster" Fang mit der Hemingway FUTURA?

Da bin ich jetzt ein wenig schwankend, weil die Schnur schon einiges geleistet hat. - Ich denke aber immer wieder gerne an einen großen, nächtlichen Baggerloch-Hecht von knapp 30 Pfund, den ich - bis zur Hüfte im Wasser stehend - ohne Licht per Hand landen musste, weil ich auf dem Weg von der Liege zum schnellen Anschlag das Landenetz nicht mehr zu fassen bekam. Er hatte sich offensichtlich trotz offenem Bügels und genau austarierter Pose am KöFi mit dem Doppeldrillingssystem selbst gehakt, und zog derart rasend Schnur ab, dass man das surrende Rädchen des lautlos gestellten Bissanzeigers hören konnte. Dass der kleine Leuchtpunkt auf dem Wasser weg war, hatte ich zunächst gat nicht bemerkt. Am Ufer war es absolut zappenduster, und ich bekam den Fisch erst beim 3. oder 4. mal richtig zu fassen, wobei ich mich vorsichtig entlang der Kiemendeckel ins zahnlose Innere des Mauls vortasten musste. Der Hecht fühlte sich zunächst gar nicht mal so schwer und groß an. Erst im Licht am Ufer zeigte sich dann: Der ist mal richtig fett! Ein wunderschöner Fisch. Die FUTURA war damals eine Typ 20, gefischt mit großer Freilaufrolle und einer knackigen 11-Fuß Hechtrute mit 3 Pfund Testkurve. Nachtangeln auf Hechte ist übrigens sehr erfolgreich.

Vielen Dank!